Sobald die Sämlinge kräftige Blattrosetten gebildet haben, ziehe die schwächeren heraus, sodass die 3 bis 4 stärksten Pflanzen im Topf verbleiben.
Im Frühjahr und während der Blühphase von März bis Mai benötigt die Schlüsselblume mässig, aber regelmässig Wasser. Ab dem zweiten Standjahr ist bei frischer Erde kaum Dünger nötig. Eine ganz leichte Gabe von organischem Kräuterdünger im zeitigen Frühjahr reicht vollkommen aus.
Pflücke die goldgelben Blüten während der Blütezeit vorsichtig ab, um sie frisch als essbare Dekoration zu nutzen oder für beruhigende Tees zu trocknen. Sie schmecken leicht süsslich mit einer feinen Honignote. Da es sich um eine mehrjährige Staude handelt, zieht sich die Pflanze im Hochsommer oft etwas zurück und treibt im folgenden Frühjahr von selbst wieder aus.
Um eigenes Saatgut zu gewinnen, lass ein paar Blüten im Frühjahr an der Pflanze stehen und warte, bis sie verblühen. Nach der Bestäubung durch Insekten bilden sich aufrecht stehende, grüne Kapseln aus, die mit Samen gefüllt sind.
Lass die Samen an einem trockenen, luftigen Ort ohne pralle Sonne für ca. 1–2 Wochen komplett durchtrocknen.
Fülle die Samen in ein beschriftetes Papiersäckchen und lagere sie trocken, kühl und lichtgeschützt.
Schneide die vertrockneten Stängel im Herbst nicht ab. Sie dienen dem Wurzelhals als natürlicher Kälteschutz, bieten überwinternden Insekten einen Unterschlupf. Der Rückschnitt auf etwa 5 bis 10 cm erfolgt erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb. Rücke den Topf an eine schützende, wind- und regengeschützte Hauswand. Stelle das Gefäß auf eine Holzplatte, Styropor oder kleine Füßchen, um die aufsteigende Bodenkälte abzublocken. Umwickle den Topf bei anhaltenden Minusgraden mit Jute, Wintervlies oder Kokosmatten. Giesse den Fenchel an milden, frostfreien Tagen sehr sparsam, sodass die Erde minimal feucht bleibt. Der Topf darf niemals komplett austrocknen, Staunässe muss aber zwingend vermieden werden.
Um eigenes Saatgut zu gewinnen, lass die gelben Blütendolden im Sommer ungehindert blühen und an der Pflanze ausreifen. Nach der Bestäubung durch Insekten bilden sich an den feinen Verzweigungen unzählige längliche Samen aus.
Der richtige Erntezeitpunkt ist gekommen, sobald die Dolden im Spätsommer bis Frühherbst von Grün zu Braun wechseln, sich trocken anfühlen und die Samen von selbst leicht abfallen. Schneide die reifen Dolden an einem sonnigen, trockenen Nachmittag mit einer scharfen Schere samt Stängel ab.
Hänge die Dolden kopfüber in einen Papiersack oder binde sie locker zusammen und lege sie auf ein Tuch an einem schattigen, luftigen Ort ab, um sie für etwa zwei Wochen vollständig durchtrocknen zu lassen.
Reibe die Dolden vorsichtig zwischen den Händen über einer Schüssel und die Fenchelsamen lösen sich von ihren feinen Stängeln. Trenne Pflanzenteile durch leichtes Auspusten ab und fülle die Samen in ein beschriftetes Papiersäckchen. Lagere sie trocken, kühl und lichtgeschützt.
Roter Sonnenhut ist ein Tiefwurzler. Wähle einen grossen Topf mit mindestens 30cm Durchmesser und mindestens 30cm Tiefe/Höhe sowie einem Loch am Boden. Fülle den Topf mit hochwertiger Kübelpflanzenerde. Mische für eine optimale Durchlässigkeit gerne ein paar Hände voll Sand oder Blähton unter, da die Pflanze Staunässe überhaupt nicht mag. Setze die Jungpflanze so tief ein, wie sie vorher im Anzuchttopf stand. Erde leicht andrücken und einmal kräftig angiessen.
Stelle den Topf an einen vollsonnigen, warmen Ort auf dem Balkon oder der Terrasse. Je mehr Sonne, desto mehr Blüten bilden sich. Halte die Erde mässig feucht. Der Sonnenhut verträgt als erwachsene Pflanze kurze Trockenheit viel besser als zu viel Nässe. Giesse erst, wenn die oberste Erdschicht spürbar abgetrocknet ist. Im ersten Jahr im Topf reicht es völlig aus, ab Juni alle 4 Wochen einen biologischen Flüssigdünger mit ins Giesswasser zu geben. Alternativ kannst du beim Umtopfen im Mai etwas Langzeit-Biodüngergranulat in die Erde mischen. Ab September wird nicht mehr gedüngt. Schneide verblühte Stängel regelmässig bis zum nächsten kräftigen Blattpaar zurück. Das regt die Pflanze an, bis in den Oktober hinein immer wieder neue Knospen zu bilden.
Stelle den Topf an einen möglichst heissen, vollsonnigen und windgeschützten Platz im Freien. Giesse Salbei stets mässig und lass die Erde zwischen den Wassergaben gründlich austrocknen, da die Pflanze kurze Trockenphasen problemlos meistert, nasse Wurzeln jedoch nicht verträgt. Eine Düngung ist bei frischer Erde im ersten Jahr nicht nötig. In den Folgejahren reicht eine leichte Gabe von organischem Kräuterdünger im Frühjahr aus.
Pflücke die aromatischen Blätter laufend von Mai bis September und am besten an einem sonnigen Vormittag. Zu dieser Zeit ist die Konzentration der ätherischen Öle in den Blättern am höchsten.
Salbei ist grundsätzlich winterhart. Im Topf solltest du das Gefäss im Winter jedoch dicht an eine geschützte Hauswand stellen und bei dauerhaftem Frost mit Jute o.ä. umwickeln, damit der Ballen nicht komplett durchfriert.
Um eigenes Saatgut zu gewinnen, lass die violetten Blüten im Frühsommer ungehindert verblühen. Nach der Bestäubung durch Insekten bilden sich in den kelchförmigen Schutzhüllen an den Stängeln jeweils vier kleine, rundliche Samen aus.
Der richtige Erntezeitpunkt ist gekommen, sobald die Blütenstände im Hoch- bis Spätsommer vollständig braun und trocken geworden sind und sich die Samen dunkelbraun bis schwarz verfärbt haben. Schneide die trockenen Blütenstängel an einem sonnigen, niederschlagsfreien Tag mit einer Schere ab
Lass die Blütenstängel auf einem Küchentuch an einem luftigen, schattigen Ort im Haus noch ca. 1 bis 2 Wochen komplett durchtrocknen. Reibe dann die Kelche zwischen den Händen, um die Samen zu lösen. Grobe Pflanzenreste kannst du aussieben.
Sobald die Keimlinge herangewachsen sind und ihre ersten feingefiederten Blätter zeigen, dünne den Bestand aus. Ziehe die schwächsten Pflänzchen vorsichtig heraus, sodass 5-6 kräftige Exemplare im Topf bleiben und genügend Platz zum Wachsen haben.
Halte die Pflanzen mässig feucht, wobei die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben ruhig leicht abtrocknen darf. Dünger benötigt die Echte Kamille im Topf kaum. Eine sparsame Gabe ist nur bei sehr magerem Substrat im Frühsommer nötig.
Um eigenes Saatgut von der Echten Kamille zu gewinnen, lass ein paar Blüten im Sommer an der Pflanze ausreifen. Nach der Blüte neigen sich die weissen Hüllblätter nach unten und der charakteristische gelbe Blütenboden wölbt sich kegelförmig nach oben, während sich darin hunderte klitzekleine Samen bilden.
Verteile die Blütenköpfe auf einem Küchentuch und lass sie für etwa eine Woche an einem schattigen, gut durchlüfteten Ort im Haus trocknen.
Zerreibe die getrockneten Blütenköpfe vorsichtig zwischen den Fingern über einer Schüssel. Die feinen, staubkorngrossen Kamillesamen lösen sich dabei ab. Da das Saatgut sehr fein ist, trenne die groben Pflanzenteile mit Hilfe eines feinen Siebes. Lagere die Samen kühl, trocken und dunkel in einem beschrifteten Papiertütchen.
Stelle den Topf an einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Freien und halte die Erde in den folgenden zwei bis drei Wochen gleichmässig feucht, aber keinesfalls nass. Du kannst alle Keimlinge, die wachsen, im Topf lassen.
Halte den Kümmel mässig feucht und lass die Erde zwischen den Wassergaben an der Oberfläche leicht abtrocknen. Im ersten Standjahr bildet die Pflanze eine bodennahe Blattrosette. Nach der Überwinterung schiesst Kümmel im zweiten Frühjahr in die Höhe und bildet seine weissen Blütendolden, aus denen im Hochsommer die begehrten Würzsamen ausreifen.
Für die Ernte knipst du im ersten Jahr gelegentlich die zarten, petersilienähnlichen Blätter für die Küche ab, während du im zweiten Sommer die braun gefärbten Samentriebe komplett abschneidest.
Zur Überwinterung bleibt der winterharte Kümmel einfach im Freien. Stelle den Kübel an klirrend kalten Tagen nah an die Hauswand, um das komplette Durchfrieren des Ballens zu verhindern.
Um eigenes Saatgut zu gewinnen, lass die Pflanzen im zweiten Standjahr verblühen. Es bilden sich an den vielstrahligen Dolden die charakteristischen, länglichen Kümmelsamen aus, die zunächst grün sind und sich im Laufe des Hochsommers braun verfärben.
Der richtige Erntezeitpunkt ist gekommen, sobald die Samen eine dunkelbraune Farbe angenommen haben und die gesamten Dolden trocken wirken, aber noch nicht von selbst ausfallend. Schneide die kompletten Samentriebe an einem sonnigen, trockenen Vormittag bodennah ab und binde sie portionsweise mit einer Schnur zu kleinen Sträussen zusammen.
Hänge die Sträusse kopfüber an einem trockenen, warmen und gut belüfteten Ort im Haus über einer grossen Schüssel oder einer Tuchunterlage auf. So fängst du Samen auf, die beim Trocknen von selbst abfallen.
Nach etwa zwei Wochen kannst du die Dolden vorsichtig über dem Tuch ausklopfen, um die restlichen Körnchen zu lösen. Trenne Spreu und Stängelreste durch leichtes Ausblasen. Fülle die Samen in ein beschriftetes Papiersäckchen und lagere sie trocken, kühl und lichtgeschützt.
In einem Topf dieser Grösse hat nur ein einziger Liebstöckel auf Dauer Platz. Sollten mehr als ein Samen keimen, lasse den stärksten im Topf und ziehe die anderen heraus, sobald die Pflänzchen 5cm gross sind.
Der Wasserbedarf ist hoch. Die Erde sollte sich wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlen. Ab Juni solltest du alle 2 Wochen einen flüssigen Bio-Gemüsedünger ins Giesswasser geben. Im Topf sind die Nährstoffe sonst schnell verbrauc
Ernte immer die äusseren kräftigen Stängel bodennah ab. Die Mitte der Pflanze bleibt stehen, damit sie von innen nachschieben kann. Im Herbst zieht sich die Pflanze komplett ein. Schneide dann alle vergilbten Reste bodennah ab. Der Topf kann im Winter draussen bleiben. Umwickle in eventuell mit etwas Vlies. Im März treibt er von alleine wieder aus.
Liebstöckel ist ein kulinarisches Schwergewicht. Sein Aroma ist eine Mischung aus Sellerie, Petersilie und einem Hauch Anis. Du solltest ihn eher wie ein Gewürz und weniger wie einen Salatzusatz verwenden. Koche ihn ruhig mit. Im Gegensatz zu zarten Kräutern wie Basilikum verliert er sein Aroma nicht durch Hitze, sondern gibt es erst richtig an die Flüssigkeit ab. Besonders geeignet ist Liebstöckel für Kartoffelsuppe und Kartoffelgerichte, Eintöpfe, Gemüsefonds, Grüne Saucen, Tomatensauce, Schmorgerichte, Hackfleischgerichte, Fleischbrühe und Füllungen für Ente und Gans.
Lasse im Sommer ein paar kräftige Blütenstiele stehen. Die Pflanze bildet dann grosse, gelbliche Doppeldolden aus. In dieser Zeit solltest du an diesen Stielen keine Blätter mehr ernten, damit die Pflanze ihre gesamte Energie in die Samenproduktion stecken kann. Die Dolden färben sich von Grün zu einem hellen Braun. Wenn du eine Dolde vorsichtig schüttelst und die Samen beginnen von selbst abzufallen, ist es Zeit für die Ernte.
Schneide den kompletten Blütenstiel mit der braunen Dolde vorsichtig ab. Halte die Dolde dabei am besten direkt über eine Papiertüte oder eine Schüssel. Hänge die Dolden im Haus für eine Woche kopfüber an einem trockenen, luftigen Ort ohne pralle Sonne auf.
Reibe die Dolden zwischen den Handflächen, um die restlichen Samen zu lösen. Puste vorsichtig über die Samen, um trockene Reste der Blütenhüllen zu entfernen.
Pro Kapsel ist Saatgut für mind. 1 Pflanze bzw. 1 Topf enthalten. Falls kleine Sämlinge zu dicht wachsen, kannst du sie pikieren.
Zum einfacheren Verteilen und als Lichtschutz enthalten die Kapseln die natürliche Saathilfe Vermiculit.
Die verwendeten Sorten sind für den Anbau in einem Topf und damit für deinen Balkon oder deine Terrasse geeignet. Wenn du einen Garten hast , kannst du die Pflanzen auch in den Garten setzen.
Die Kapselhülle besteht aus natürlicher Cellulose (Kieferfasern) und ist biologisch abbaubar. Du kannst sie über den Biomüll/ Kompost entsorgen.
Unser Gärtnerehrenwort
Wir verwenden ausschliesslich hochwertiges Bio-Saatgut, das regelmässig auf seine Keimfähigkeit getestet wird. Sollte wider Erwarten einmal nichts spriessen, melde dich bei uns und wir finden eine Lösung!
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