Falls zwei Samen keimen, kannst du den schwächeren Keimling mit einer Schere knapp über der Erde abschneiden, sobald die Keimlinge 5cm gross sind. Du kannst den zweiten Keimling auch vorsichtig pikieren. Das machst du, sobald die ersten "echten" Blätter zu sehen sind. Nutze einen Löffel oder Pikierstab und hebe den Sämling mit möglichst viel Erde um die Wurzeln heraus und setze ihn bis zu den Keimblättern tief in einen vorbereiteten, gleichgrossen Topf. Es kann sein, dass der pikierte Sämling durch das Umpflanzen für 1-2 Wochen das Wachstum einstellt und erst dann weiterwächst. Giesse ihn nicht mit kaltem, sondern mit lauwarmem Wasser. Das hilft den empfindlichen Wurzeln beim Erholen.
Im Sommer täglich giessen. Die Erdoberfläche darf abtrocknen, aber der Wurzelballen sollte nie ganz austrocknen. Schneide Verblühtes sofort bis zum nächsten Blattpaar zurück. Dann hast du Blüten bis zum ersten Frost. Gib ab Juni alle 2–4 Wochen flüssigen Blumendünger ins Giesswasser. Die halbe Dosierung reicht, da Cosmeen bei zu viel Dünger nur Blätter und kaum Blüten bilden.
Schneide die Blüten ab und reibe sie zwischen den Fingern, damit die Samen herausfallen.
Verteile die Samen auf einem Küchenpapier und lege es 7-10 Tage an einen warmen und schattigen Platz im Haus.
Falls mehr als 5-8 Samen keimen, kannst du die schwächsten Keimlinge mit einer Schere knapp über der Erde abschneiden, sobald die Keimlinge ca. 5cm gross sind. Achte darauf, dass die restlichen Keimlinge möglichst weit auseinander stehen. Pikieren gelingt nur sehr selten, deshalb ist Vereinzeln die bessere Wahl.
Sobald die Pflanzen 15-20cm hoch sind, musst du nur noch bei anhaltender Trockenheit giessen. Eine Düngung ist nicht notwendig.
Lass am Ende der Saison einige verblühte Blüten stehen. Die Samenkapseln reifen heran. Wenn sie trocken und braun sind und die kleinen "Fenster" oben offen sind, kannst du sie als natürliche Rasseln hören. Die Pflanze sät sich dann im Herbst selbst aus und du hast im nächsten Jahr wieder Mohn im Topf oder im Beet.
Du kannst die reifen, trockenen Samenkapseln auch ernten, die Samen herausschütteln und in einem beschrifteten Papiersäckchen kühl, trocken und lichtgeschützt für das nächste Frühjahr aufbewahren.
Du kannst alle Keimlinge im Topf lassen, dann wächst ein schöner dichter Blütenteppich.
Giesse an heissen Sommertagen morgens oder abends. Vermeide es, die Blätter direkt zu benetzen, um Mehltau vorzubeugen. Der Blaue Waldmeister braucht nicht viel Dünger. Es reicht, wenn du alle 4 Wochen eine schwache Dosis flüssigen Blumendünger ins Giesswasser gibst (etwa die Hälfte der auf der Packung empfohlenen Menge). Zu viel Dünger führt zu viel Blattwerk, aber weniger Blüten.
Gegen Ende des Sommers verblasst das Blau der Blüten und die Pflanze sieht langsam etwas struppig aus. Warte, bis die kleinen Kapseln an den Stielen von Grün zu Dunkelbraun oder Schwarz gewechselt haben. Wenn du einen Stängel vorsichtig schüttelst und es leise raschelt oder kleine schwarze Kügelchen herausfallen, sind sie bereit.
Schneide die gesamten vertrockneten Blütenstände grosszügig ab. Stecke die Köpfe kopfüber in einen grossen Papiersack. Nimm kein Plastik, sonst schimmelt es. Hänge oder lege den Sack an einen warmen, trockenen Ort. Die meisten der sehr kleinen Samen fallen von ganz alleine aus den Kapseln auf den Boden des Sacks.
Nach zwei Wochen kannst du die groben Stängel aus dem Sack holen. Übrig bleibt ein Mix aus feinen Samen und kleinen Pflanzenteilen. Lass den Inhalt durch ein Küchensieb rieseln. Die Samen fallen durch, die groben Reste bleiben hängen. Fülle den Samen in ein beschriftetes Papiersäckchen und lagere es trocken, kühl und lichtgeschützt.
Sobald die Sämlinge neben den Keimblättern das erste "echte" gezackte Blattpaar zeigen, ist es Zeit zum Pikieren. Hebe die Pflänzchen vorsichtig mit einem Pikierstab oder einem Teelöffel aus der Erde. Setze sie einzeln in kleine Töpfe (ca. 5–8 cm Durchmesser) mit normaler Blumenerde. Halte sie nun etwas kühler (ca. 12–15°C), damit sie kompakt wachsen.
Knipse die Spitze des Haupttriebes jedes Setzlinges mit dem Fingernagel oder einer sauberen Schere ab, sobald die Pflänzchen ca. 10cm gross sind. Die Pflanze steckt ihre Energie nun in die Seitenachsen. Sie wird buschiger und produziert deutlich mehr Blütenstiele statt nur eines einzelnen langen Stängels.
Wähle einen Topf mit 30-35cm Durchmesser und 30-35cm Höhe und fülle ihn mit hochwertiger Blumenerde. Der Topf sollte Löcher am Boden haben, damit es keine Staunässe gibt. Setze 3 Setzlinge in einem Dreieck in den Topf. Falls du mehr Setzlinge hast, kannst du einen zweiten Topf bepflanzen.
Stelle den Topf nach draussen in den Halbschatten, damit die Blätter am Anfang keinen Sonnenbrand bekommen. Nach ein paar Tagen kannst du ihn dann in die volle Sonne stellen.
Löwenmäulchen sind hungrig und durstig. Giesse sie regelmässig. Die Erde sollte nie ganz austrocknen. Bei Hitze im Sommer täglich prüfen. Beginne etwa 2 Wochen nach dem Umtopfen mit der Düngung. Ein flüssiger Blumendünger im Giesswasser alle 14 Tage reicht aus. Schneide verblühte Stände sofort zurück. Das verhindert die Samenbildung und regt die Pflanze an, sofort neue Knospen zu treiben. So blühen sie unermüdlich bis zum Frost.
Lass im Spätsommer einige der schönsten Blütenstände stehen. Die Blüte fällt ab und es bildet sich eine grüne, bauchige Kapsel. Sobald diese braun, trocken und holzig wird, ist der Samen reif. An der Spitze der Kapsel öffnen sich drei kleine Löcher. Wenn du den Stängel schüttelst und es darin leise rasselt, ist es Zeit für die Samenernte.
Schneide den ganzen Stängel mit den braunen Kapseln ab. Halte ihn kopfüber in eine Papiertüte schüttle kräftig. Die winzigen, schwarzen Samen fallen von selbst heraus.
Breite die geernteten Samen für 2–3 Tage auf einem flachen Teller oder Küchenpapier im Haus aus, um die Restfeuchtigkeit zu entfernen.
Giesse immer direkt an die Basis, nicht über die Blätter. Beginne ca. 4 Wochen nach der Keimung mit der Düngung. Ein handelsüblicher Flüssigdünger für Blühpflanzen alle 2 Wochen im Giesswasser ist ideal. Schneide Verblühtes regelmässig ab. Das verhindert die Samenbildung und zwingt die Pflanze, ihre Energie in neue Knospen zu stecken.
Lass ein paar Blüten stehen und vollständig an der Pflanze verblühen. Warte, bis das leuchtende Gelb braun wird und die Blüte sich trocken und strohig anfühlt.
Ernte nur an einem trockenen und sonnigen Tag. Wenn es vorher geregnet hat, schimmeln die Samen in der Lagerung oft. Schneide den vertrockneten Blütenkopf mit einer Schere ab. Zupfe die vertrockneten Blütenblätter vorsichtig heraus. Die Samen sitzen direkt am unteren Ende der vertrockneten Blütenblätter. Sie sehen aus wie kleine, graubraune Pfeilspitzen oder Schuppen. Es gibt zwei Arten von Samen in einer Zinnienblüte: die herzförmigen am Rand und die eher länglichen in der Mitte. Beide sind keimfähig.
Breite die Samen auf einem Stück Zeitungspapier oder einem Küchentuch aus. Lasse sie an einem warmen, schattigen Ort im Haus ohne direkte pralle Sonne für etwa eine Woche liegen zum Nachtrocknen.
Fülle die Samen in ein beschriftetes Papiersäckchen und lagere sie trocken, kühl und lichtgeschützt.
Du brauchst weder vereinzeln noch pikieren. Falls mehr als 1 Samen keimt, kannst du alle Keimlinge im Topf wachsen lassen.
Wenn die Pflanze etwa 10-15 cm hoch ist, kannst du die oberste Spitze abknipsen. Das zwingt die Pflanze dazu, mehr Seitentriebe zu bilden und buschiger zu werden. Allerdings blüht sie dann etwa 1–2 Wochen später.
Giesse erst, wenn die Erdoberfläche abgetrocknet ist. Die Atlasblume ist eher genügsam. Vermeide es, die Blätter und Blüten von oben nass zu machen. Beginne zu düngen, sobald die ersten winzigen Blütenknospen zwischen den Blättern zu sehen sind. Verwende einen flüssigen Blütendünger in halber Dosierung. Alle 2 bis 3 Wochen reicht aus.
Gegen Ende des Sommers bilden sich an den Stellen, wo die Blüten waren, längliche, grüne Kapseln. Lass diese Kapseln an der Pflanze, bis sie braun, trocken und holzig sind. Wenn du die Kapsel vorsichtig schüttelst und es leise rasselt, sind die Samen reif.
Stülpe eine kleine Papiertüte oder einen Briefumschlag über die trockenen Kapseln und schneide den Stängel unter der Tüte ab. Schüttle die Tüte kräftig und die winzigen, dunkelbraunen Samen fallen von alleine aus den Kapseln heraus.
Schütte den Inhalt der Tüte auf ein Stück Küchenpapier oder in ein feines Sieb. Puste vorsichtig die trockenen Kapselreste weg. Lass die Samen für 2–3 Tage an einem schattigen, luftigen Ort im Haus nachtrocknen.
Fülle die Samen in ein beschriftetes Papiersäckchen und lagere sie trocken, kühl und lichtgeschützt.
Du brauchst weder vereinzeln noch pikieren und kannst alle Keimlinge im Topf wachsen lassen.
Bartnelken sind sehr frosthart. Im Topf brauchen sie aber ein bisschen Aufmerksamkeit. Stelle den Topf bei starkem Dauerfrost an eine geschützte Hauswand oder auf eine Styroporplatte. Giesse an frostfreien Tagen ganz dezent, damit der Ballen nicht komplett austrocknet.
Sobald die Bartnelke im Frühling anfängt auszutreiben, beginne mit dem Düngen. Ein organischer Flüssigdünger für Blühpflanzen im Giesswasser alle 2 Wochen oder ein Langzeitdünger-Granulat sind ideal. Der Wasserbedarf steigt nun deutlich an. Die Erde sollte nie ganz austrocknen.
Die Blüten der Bartnelke sind essbar. Sie schmecken leicht würzig, süsslich und pfeffrig. Für Sommerparties kannst du tolle Blüten-Eiswürfel damit machen. Zupfe die einzelnen kleinen Blüten vorsichtig aus dem großen Blütenkopf. Entferne den kleinen weißen, bitteren Zipfel am unteren Ende. Lege je eine Blüte in ein Fach einer Eiswürfelform, fülle die Fächer mit Wasser und friere sie ein. Die Eiswürfel sehen in einer Weissweinschorle oder einer selbstgemachten Limonade spektakulär aus und geben beim Schmelzen ein zartes Nelkenaroma ab. Wichtig: nutze nur deine eigenen Pflanzen, bei denen du sicher weisst, dass sie nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden.
Warte, bis die bunten Blütenblätter komplett vertrocknet und abgefallen sind. Die grünen Samenkapseln verfärben sich dann braun und werden hart. Wenn sich die Kapseln oben leicht öffnen und du beim Schütteln ein leises Rasseln hörst, sind die Samen reif. Sie sind winzig, flach und tiefschwarz.
Schneide die gesamten vertrockneten Blütenstände ab. Halte sie kopfüber in eine Papiertüte und schüttle kräftig. Die reifen Samen fallen von selbst heraus.
Breite die Samen noch für 2–3 Tage auf einem Küchenpapier im Haus aus, damit die restliche Feuchtigkeit verfliegt.
Pro Kapsel ist Saatgut für mind. 1 Pflanze bzw. 1 Topf enthalten. Falls kleine Sämlinge zu dicht wachsen, kannst du sie pikieren.
Zum einfacheren Verteilen und als Lichtschutz enthalten die Kapseln die natürliche Saathilfe Vermiculit.
Die verwendeten Sorten sind für den Anbau in einem Topf und damit für deinen Balkon oder deine Terrasse geeignet. Wenn du einen Garten hast , kannst du die Pflanzen auch in den Garten setzen.
Die Kapselhülle besteht aus natürlicher Cellulose (Kieferfasern) und ist biologisch abbaubar. Du kannst sie über den Biomüll/ Kompost entsorgen.
Unser Gärtnerehrenwort
Wir verwenden ausschliesslich hochwertiges Bio-Saatgut, das regelmässig auf seine Keimfähigkeit getestet wird. Sollte wider Erwarten einmal nichts spriessen, melde dich bei uns und wir finden eine Lösung!
Im Porst 23b | AT-6850 Dornbirn
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